Ergebnisse der Längsschnittbefragung

Wie zufrieden sind die Teilnehmenden mit den Fortbildungen des „Hauses der kleinen Forscher“? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt eine langfristig angelegte Längsschnittbefragung, die die Stiftung seit 2018 durchführt. Sie untersucht über alle Fortbildungsthemen hinweg die professionelle Entwicklung von pädagogischen Fach-, Lehr- und Leitungskräften. Im Jahr 2021 fragte die Stiftung in diesem Rahmen auch, ob und wenn ja, wie die Teilnehmenden die erlernten Inhalte nach einem Fortbildungsbesuch anwenden. Ein Blick in die Ergebnisse.

Die Zufriedenheit der pädagogischen Fach-, Lehr- und Leitungskräfte mit dem Angebot des „Hauses der kleinen Forscher“ ist ein erster grundlegender Aspekt in der Evaluation von Fortbildungsangeboten. Dazu können die Teilnehmenden nach jeder Fortbildung und jedem Onlineangebot eine anonyme Bewertung vornehmen. Für die Fortbildungen in Präsenz lagen von Januar 2020 bis Ende Juni 2021 ca. 3.600 Rückmeldungen vor. Die Zufriedenheit mit den digitalen Fortbildungen der Netzwerkpartner deutschlandweit wurde von November 2020 bis März 2021 von rund 300 Personen erfragt. Die gesammelten Rückmeldungen (siehe Abbildung) belegen, dass die pädagogischen Fach-, Lehr- und Leitungskräfte insgesamt sehr zufrieden mit den Präsenzfortbildungen und den digitalen Fortbildungen der Netzwerkpartner der Stiftung sind. Differenziertere Vergleiche zwischen den verschiedenen Präsenzfortbildungen ergeben, dass die Bewertung der Teilnehmenden unabhängig vom Fortbildungsthema relativ hoch ausfällt.

© Stiftung Haus der kleinen Forscher

Auch das Onlineangebot der Stiftung, also sämtliche Angebote auf ihrer digitalen Lernplattform Campus, bewerten die Teilnehmenden als sehr gut. Mit einer Gesamtbewertung von 4,5 von maximal 5 Zustimmungspunkten über alle offenen Kurse zeigen die teilnehmenden Fach-, Lehr- und Leitungskräfte ihre Zufriedenheit damit, dass die Inhalte abwechslungsreich gestaltet und verständlich waren.

2021 durchgeführte Analysen der Daten aus der Längsschnittbefragung liefern auch Erkenntnisse zur Umsetzung des Gelernten in die pädagogische Praxis. Die pädagogischen Fach-, Lehr- und Leitungskräfte wurden u. a. gefragt, ob und wie sie die Fortbildungsinhalte nach einem Fortbildungsbesuch anwenden. Dreiviertel der Befragten befassen sich in den Monaten nach einem Fortbildungsbesuch weiter mit den Fortbildungsmaterialien und -inhalten. Tun sie dies nicht kontinuierlich, ist Zeitmangel der häufigste Grund dafür. Pädagoginnen und Pädagogen, die sich konkret vornehmen, ihre pädagogische Praxis zu verändern und die Begleitung der Kinder beim Entdecken und Forschen in ihren Praxisalltag zu integrieren, entdecken und forschen häufiger in den Einrichtungen als jene, die in dieser Hinsicht weniger Veränderungsbereitschaft zeigen. Die Ergebnisse zeigen, dass mit steigender Anzahl an besuchten Fortbildungen die Veränderungsbereitschaft bei pädagogischen Fach-, Lehr- und Leitungskräften zunimmt. Sie denken eher darüber nach, wann konkret sie mit Kindern in ihrem Alltag forschen können und wie dies auch fester Bestandteil ihrer pädagogischen Arbeit werden kann.

Transfer der Fortbildungsinhalte in die pädagogische Praxis zwei bis fünf Monate nach einem Fortbildungsbesuch Angaben von 395–397 Pädagoginnen und Pädagogen:

© Stiftung Haus der kleinen Forscher

Diese 2020 und 2021 erhobenen bzw. ausgewerteten Daten geben wichtige Hinweise auf Wirkungen der Fortbildungen des „Hauses der kleinen Forscher“ im Hinblick auf die Zufriedenheit der Teilnehmenden und den Transfererfolg in den Einrichtungsalltag. Sie schließen an bisherige Ergebnisse zur Professionsentwicklung der Pädagoginnen und Pädagoginnen an. Mehr Erkenntnisse und Informationen zu den einzelnen Erhebungen bündelt der Monitoring-Bericht 2020/2021.

© Stiftung Haus der kleinen Forscher

Über die langfristig angelegten Längsschnittbefragung hinaus nimmt die Stiftung regelmäßig Erhebungen bei ihren Zielgruppen vor (z. B. Telefon- oder Onlinebefragungen, Interviews etc.), um etwa deren Bedarfe zu erfassen. Neben diesen Befragungen evaluiert die Stiftung kontinuierlich spezifische Fortbildungsangebote und wertet Ergebnisse bzw. Feedbacks der Nutzenden aus stiftungseigenen Datenbanksystemen aus. Zudem wird die Stiftungsarbeit im Rahmen einer langfristig angelegten externen Begleitforschung mit renommierten Partnern fachlich fundiert und in Forschungsprojekten evaluiert. 2021 flossen sowohl die Erkenntnisse der Studie zu Entwicklungsverläufen von pädagogischen Fach- und Lehrkräften in der frühen MINT-Bildung (Skorsetz, Röder, Schmidt & Kucharz, 2020) als auch die Ergebnisse der Längsschnittbefragung in die Weiterentwicklung der Bildungsangebote ein. Zudem wird das Programm „KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität“ im Rahmen der Studie DIALOG (durchgeführt von C. Gawrilow, Uni Tübingen, und A. v. Suchodoletz, New York University Abu Dhabi Campus) extern begleitet. 

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