Finanzbericht

Mit den ihr zur Verfügung gestellten Mitteln geht die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ verantwortungsvoll um – von der Ausschreibung von Aufträgen über die Dokumentation bis zu einer nachvollziehbaren Budgetplanung. Der hier dargestellte Finanzbericht liefert Informationen zu den Stiftungseinnahmen und -ausgaben im Jahr 2021.

Das Finanzierungskonzept

Die Stiftung finanziert sich über drei wesentliche Quellen: die institutionelle Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Partnerstiftungen sowie projektbezogene Förderungen. Alle drei Mittelgeber leisteten 2021 einen substanziellen Finanzierungsbeitrag zum Jahresbudget. Die nachhaltige Sicherung dieser unterschiedlichen Finanzierungsstruktur ist auch für die Zukunft ein strategisches Ziel der Stiftung und ein bedeutender Grundsatz der Arbeit. Herausfordernd bleibt dabei der über die Jahre gestiegene Anteil von nur kurz- bis mittelfristig planbaren Einnahmen, die mittel- bis langfristigen Verpflichtungen gegenüberstehen. Langfristige Förderungen durch das BMBF und die Partnerstiftungen sind ein wichtiger Bestandteil des Finanzierungskonzepts der Stiftung.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2021 nach Handelsgesetzbuch (HGB)

Aktiva 2021 2020
Immaterielle Vermögensgegenstände 298.591,00 € 422.473,30 €
Sachanlagen 338.037,10 € 386.989,20 €
Vorräte 54.361,00 € 77.910,00 €
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 148.275,97 € 224.544,14 €
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.730.645,18 € 6.380.313,45 €
Rechnungsabgrenzungsposten 161.818,83 € 128.558,81 €
Summe 7.731.729,08 € 7.620.788,90 €
  1. Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen Nutzungsrechte, EDV-Software und Lizenzen.
  2. Als Sachanlagen werden insbesondere Büroeinrichtung, Einbauten in fremden Grundstücken sowie IT-Hardware ausgewiesen.
  3. Die Vorräte beinhalten insbesondere den Bestand an Waren aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb.
  4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Kautionszahlungen für die angemieteten Büroflächen der Stiftung sowie Forderungen gegenüber Zuwendungsgebern.
  5. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Zahlungen im Jahr 2021 für Aufwendungen des Jahres 2022.
Passiva 2021 2020
Stiftungskapital 50.000,00 € 50.000,00 €
Rücklagen 4.444.653,49 € 3.570.004,88 €
Sonderposten aus Investitionszuschüssen 615.465,10 € 775.037,50 €
Rückstellungen 813.324,68 € 737.173,34 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 202.839,26 € 209.487,85 €
Verbindlichkeiten gegenüber Zuwendungsgebern*) 1.432.780,60 € 2.032.203,63 €
Sonstige Verbindlichkeiten 172.665,95 € 246.881,70 €
Summe 7.731.729,08 € 7.620.788,90 €

*) Sämtliche noch nicht verwendete Mittel der Partner sowie öffentlicher und privater Zuwendungsgeber zum 31. Dezember 2021 werden als Verbindlichkeit gegenüber Zuwendungsgebern ausgewiesen.

  1. Die Rücklagen bestehen aus zweckgebundenen Mitteln in Höhe von Mio. € 1,5 sowie freien Mitteln in Höhe von Mio. € 2,9. Der Jahresüberschuss 2021 wurde den freien Rücklagen zugeführt.
  2. Durch erhaltene Zuwendungen und Spenden werden die finanzierten Anschaffungen des Anlagevermögens unter dem Sonderposten aus Investitionszuschüssen passiviert.
  3. Die Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Personalkosten T € 673 für nicht genommene Urlaubstage bzw. in das Jahr 2022 übertragene Mehrarbeitskonten.
  4. Als Verbindlichkeiten werden noch nicht beglichene Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Zuwendungsgebern für Fördermittel, die im Jahr 2021 bereits zugeflossenen sind, aber noch nicht entsprechend dem Förderzweck eingesetzt wurden, sondern im Jahr 2022 zum Einsatz kommen, bzw. Mittel, die zurückzuzahlen sind.

 

Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2021 nach HGB

Gewinn- u. Verlustrechnung 2021 2020
Erträge aus Zuwendung 16.130.157,82 € 14.723.433,88 T€
Umsatzerlöse 66.369,60 € 104.514,43 €
Sonstige betriebliche Erträge 567.298,00 € 564.858,35 €
Aufwendung für bezogene Waren -31.666,56 € -41.839,38 €
Aufwendungen für Projekte -1.520.475,94 € -1.657.599,49 T€
Personalaufwand - 11.650.286,28 € - 11.323.255,00 €
Abschreibungen -300.041,19 € -287.598,36 €
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.384.108,06 € -1.635.818,87 €
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 219,89 € 276,33 €
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.818,67 € -0,35 €
= JAHRESÜBERSCHUSS = 874.648,61 € = 447.001,54 €
Einstellung in die Rücklagen -874.648,61 € - 447.001,54 €
= BILANZGEWINN 0,00 € 0,00 €

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für große Kapitalgesellschaften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung erstellt. Er wurde durch die Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft. Der Schwerpunkt der Prüfung lag auf der periodengerechten Abgrenzung der Erträge aus Zuwendungen sowie der Bewertung des Sachanlagevermögens und des Vorratsvermögens. Dabei wurden sowohl Systemprüfungen des internen Kontrollsystems als auch analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen vorgenommen. Im Rahmen der Systemprüfung wurden im Hinblick auf die festgelegten Prüfungsschwerpunkte Aufbau- und – soweit erforderlich – Funktionsprüfungen des internen Kontrollsystems durchgeführt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Mittelherkunft

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Mittelherkunft 2021

Institutionelle Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
11.624 T€
Partnerstiftungen
1.989 T€
weitere Fördermittelgeber
2.517 T€
Summe:
16.130 T€

Mittelverwendung

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Aufwendungen für Projekte 2021

Druckmedien und Materialien
452 T€
Stiftungsveranstaltungen
372 T€
Digitale Angebote/Medien
434 T€
Wissenschaftliche Studien/Befragungen
206 T€
Unterstützung der Netzwerkarbeit
56 T€
Summe:
1.520 T€
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Sonstige betriebliche Aufwendung 2021

Verwaltungskosten (Büromaterial, Informations- und Kommunikationstechnik)
832 T€
Kosten der Geschäftsstelle
722 T€
Rechts- und Beratungskosten, Finanzbuchhaltungskosten
441 T€
Kosten der Personalentwicklung
221 T€
Reisekosten
26 T€
Sonstige
142 T€
Summe:
2.384 T€

Controlling

Als Unterstützung für die Führungsebene setzt die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ seit dem Jahr 2020 ein eigenes Controllingsystem ein, mit dem alle Handlungen geplant, gesteuert und kontrolliert werden. Die Wirtschaftsplanung sowie die unterjährige Jahresplanung, die Budgetkontrolle und die Steuerung sämtlicher Projekte sind jederzeit einsehbar. Regelmäßig werden Abweichungen vom Plan überwacht und wenn möglich wird entsprechend gegengesteuert. Die unterjährige Planungsentwicklung wird nach jedem Quartal festgeschrieben. So behält das „Haus der kleinen Forscher“ die Zielerreichung und Finanzlage immer gut im Blick.
Aufschlussreich ist es, nicht nur die vom Handels- und Steuerrecht geprägten Zahlen des Jahresabschlusses zu betrachten, sondern auch die Mittelverwendung in Bezug auf die strategischen Ansätze und Ziele der Stiftung. Dabei wird deutlich, in welchen Bereichen die Stiftung ihre Mittel investiert hat. Die zugrundeliegenden Daten basieren auf den internen Controllingzahlen und beinhalten alle Personal- und Sachkosten. Die Ausgaben werden nach ihrer Zugehörigkeit zu Stiftungsprozessen dargestellt:

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Ausgaben nach Zugehörigkeit zu Stiftungsprozessen:

Pädagogik
50,4 %
Verbreitung und Vernetzung
34,9 %
Unterstützende Systeme
14,7 %
Summe:
100 %

1. Pädagogik

Entwicklung von pädagogischen Angeboten - 13,5 % bzw. 2.104 T€

  • Konzeption, Entwicklung und stetige Weiterentwicklung von pädagogischen Angeboten
  • Konzeption und regelmäßige Aktualisierung übergeordneter pädagogischer Konzepte
  • Kollaborative Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur systemischen Qualitätsentwicklung in Kitas, Horten und Grundschulen
  • Anteilige Infrastrukturkosten

Umsetzung von pädagogischen Angeboten - 18,9 % bzw. 2.941 T€

  • Betreuung der Angebote für pädagogische Fach- und Lehrkräfte, Kita-Leitungen bzw. pädagogische Einrichtungen
  • Fachliche Vorbereitung und Durchführung von Fortbildungen sowie deren Weiterentwicklung zur Qualitätssicherung
  • Verbreitung der pädagogischen Angebote für pädagogische Fach- und Lehrkräfte
  • Bereitstellung und Weiterentwicklung von Lerninhalten
  • Anteilige Infrastrukturkosten

Qualitätssicherung von pädagogischen Angeboten - 16,2 % bzw. 2.524 T€

  • Wissenschaftliche Fundierung und Pilotierung von pädagogischen Angeboten und Produkten
  • Wissenschaftliche Begleitung übergeordneter pädagogischer Konzepte
  • Monitoring und Evaluation der Qualität und Wirkung der pädagogischen Angebote
  • Anteilige Infrastrukturkosten

Anbahnung strategischer Kooperationen für pädagogische Innovationen - 1,8 % bzw. 278 T€

  • Umsetzung der Mission und Vision der Stiftung sowie einer Strategie zur Zielerreichung
  • Überprüfung und Entwicklung eigener inhaltlicher Schwerpunkte mit Blick auf die Wirksamkeit der Stiftungsarbeit
  • Projektentwicklung sowie Anbahnung und Gestaltung hilfreicher Kooperationen
  • Anteilige Infrastrukturkosten

2. Verbreitung und Vernetzung

Netzwerkarbeit - Beratung und Betreuung der Initiative zur Verbreitung der pädagogischen Angebote -
26,8 % bzw. 4.159 T€

  • Gewinnung, fortlaufende Bindung und Unterstützung von Netzwerkpartnern
  • Qualifizierung von Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie Beratung von Entscheidern der Netzwerkpartner
  • Sicherung eines einheitlichen Angebots und Erscheinungsbilds
  • Anteilige Infrastrukturkosten

Bundesweite Vernetzung, Positionierung und Partnerschaften der Stiftung - 8,1 % bzw. 1.254 T€

  • Politische Positionierung und Agenda-Setting der frühkindlichen MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Bundesweite eigene Vermarktung der Angebote der Initiative „Haus der kleinen Forscher“
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins für die Bedeutung guter früher MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Anteilige Infrastrukturkosten

3. Unterstützende Systeme

Operative Verwaltung der Stiftungsarbeit 14,7 % bzw. 1.477 T€

  • Erfüllung aller rechtlichen Anforderungen für gemeinnützige Organisationen
  • Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung sowie Personalmanagement
  • Wirtschaftsplanung und operatives Controlling, Zuwendungsmanagement, externes Rechnungswesen und Erstellung der Jahresabschlüsse sowie Begleitung der Jahresabschlussprüfungen
  • Erstellung der Steuererklärungen, Bewertung steuerlicher Sachverhalte und Prüfung von Verträgen
  • Ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems
  • Administration der IT-Infrastruktur sowie Gebäude- bzw. Arbeitsplatzmanagement und interne Services
  • Anteilige Infrastrukturkosten

Projekte

Im Folgenden werden die Inhalte der wesentlichen Projekte der Stiftung dargestellt.

Gemeinsam für hohe Kita-Qualität

Mit zwei Projekten intensiviert die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ihren Beitrag zur Kita-Qualitätsentwicklung in Deutschland. Um Bildungsangebote von hoher pädagogischer Qualität langfristig in Einrichtungen der Elementarbildung zu verankern, bedarf es zusätzlicher Ansätze, die im System wirken. Mit den zwei Projekten „KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität“ und „Forum KITA-Entwicklung“ widmet sich die Stiftung daher seit März 2019 speziell dem Thema Qualitätsentwicklung in Kitas, um die Einrichtungen in ihrer Funktion als Bildungsorte zu stärken.
84 Kitas aus vier Modellregionen nahmen von Mai 2020 bis Februar 2022 an der Programmerprobung teil. Herzstück von „KiQ“ ist eine modular aufgebaute Blended-Learning-Fortbildungsreihe, an der pro Einrichtung eine pädagogische Fach- und eine Leitungskraft teilnehmen. Regelmäßige Transferaufgaben, zwei Inhouse-Fortbildungen für das gesamte Kita-Team und eine bedarfsgerechte Prozessbegleitung vor Ort unterstützen beim Praxistransfer. Der erste Durchlauf des „KiQ“-Programms wird durch eine stiftungsinterne Evaluation und eine externe Wirkungsstudie begleitet. Die gesamte Modellphase wird bis Dezember 2022 durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
Im Projekt „Forum KITA-Entwicklung“ konzipieren die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und die Robert Bosch Stiftung ein wirkungsorientiertes Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Kita-Teams. Dieses zahlt auf die Beantwortung der Frage ein, wie Organisationsentwicklung einen Beitrag zur Qualität der pädagogischen Arbeit in Kitas leisten kann. Ein 2021 entwickeltes Angebot hilft pädagogischen Fachkräften u. a. dabei, in Fortbildungen Erlerntes ins Team zu tragen, damit es umgesetzt werden kann.

Bildungsangebote für den Grundschulunterricht

Die Pilotierung des Bildungsangebots „Informatische Bildung in der Grundschule“ im Rahmen des Projekts „PRIMA!2023“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, startete 2021. Parallel begann mit einem digitalen Kick-off im Mai das Projekt „PRIMA!Baden-Württemberg“, das im Rahmen einer Kooperation mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) durchgeführt wird. Innerhalb einer dreijährigen Erprobungsphase wird das bereits vorhandene Fortbildungsangebot „Energiebildung im Grundschulunterricht“ im Blended-Learning-Format weiterentwickelt. Seit Oktober 2021 konnten bereits 40 Lehrkräfte an Fortbildungen teilnehmen. Bis Mitte 2024 sollen bis zu 540 Grundschullehrkräfte folgen.

Projekt „MINT Lesen“

Das im Jahr 2019 gestartete Kindermagazin „echt jetzt?“ wird bundesweit in den Grundschulen verteilt. In der Pilotphase von 2020 bis 2022 werden zunächst vier Ausgaben des Kindermagazins für 1.000 Schulen bereitgestellt. Für 2023 sind aufgrund der großen Nachfrage zwei zusätzliche Ausgaben vorgesehen. Das Magazin „echt jetzt?“ soll dann mit einer deutlich höheren Druckauflage erscheinen. So bekommen noch mehr Grundschulen die Chance, kostenfrei Klassensätze des Magazins zu erhalten. Die digitalen Begleitangebote werden ausgebaut und noch stärker dem Bedarf im Klassenzimmer angepasst. Dieses Projekt wird durch die Dieter Schwarz Stiftung ermöglicht.

Projekt „Digital Lab 2.0“

Die Unterrichts-App „Potz Blitz! Meine Stromwerkstatt“, die im mittlerweile abgeschlossenen Projekt „Digital Lab 2.0“ zwischen September 2019 und Januar 2021 ko-kreativ mit Grundschullehrkräften entwickelt wurde, konnte im Februar 2021 eingeführt werden. Ende März 2021 fand ein Abschlussgespräch mit der E.ON Stiftung statt, die das Projekt gefördert hat. Beim Rückblick auf das Projekt mit seinem sehr innovativen Charakter wurden auch Potenziale für weitere Kooperationen angesprochen. Die App wurde am 4. November 2021 mit dem „Pädagogischen Medienpreis 2021“ in der Kategorie „Angebote für Kinder“ ausgezeichnet.

Projekt „kollaboratives Konzept_Lab“

Im März 2021 ist das von der Friede Springer Stiftung geförderte Projekt „Kollaboratives Konzept-Lab“ gestartet. Anfang September 2021 wurde der erste Design-Thinking-Workshop im Rahmen des Projekts durchgeführt. Bis Dezember 2021 wurden durch 18 Lehrkräfte, Trainerinnen und Trainer sowie weitere Aktive aus der Bildungspraxis Ideen für eine Fortbildung zum Einsatz digitaler Medien in der Grundschule entwickelt. Um den Workshop inhaltlich zu rahmen, wurde eine Interviewreihe produziert, in der Personen aus der Wissenschaft ihre Vision einer digitalen Kompetenzentwicklung in der Grundschule skizzieren.

Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE)

Zu Beginn des Jahres 2021 starteten digitale Fortbildungen für Trainerinnen und Trainer zum Thema „Konsum umdenken – entdecken, spielen, selber machen“. Im Zentrum der neuen Fortbildung steht das Spielen bzw. Spielzeug, um sich mit Kindern nachhaltigem Konsum als einem der Schlüsselthemen nachhaltiger Entwicklung zu nähern.
Die Fortbildungen für Trainerinnen und Trainer „Tür auf! Mein Einstieg in BNE“ und „Macht mit! BNE in der Praxis“ sowie die offenen Onlinekurse „Werbung reflektieren“ und „Konsumpyramide“ komplettieren das neue Bildungsangebot „Konsum umdenken“.
Im Jahr 2021 wurde das BNE-Projekt u. a. am virtuellen Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf der UNESCO-Weltkonferenz „ESD for 2030“ präsentiert und war mit einem virtuellen Ausstellungsstand sowie einem Videoclip bei der „Woche der Umwelt“ des Bundespräsidenten vertreten. Darüber hinaus wurde die Vernetzung mit dem „BNE-Kompetenzzentrum Bildung – Nachhaltigkeit – Kommune“ initiiert.
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Projekt „BNE-Lab Grundschule“

Im März 2021 ist das Projekt „Zukunft pflanzen – Labor für Bildung für nachhaltige Entwicklung in Ganztagsgrundschulen“ – kurz: BNE-Lab – gestartet. Gefördert wird es von der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg, einer abhängigen Unterstiftung der Baden-Württemberg Stiftung. Aus 38 Grundschulen mit Ganztagsangeboten in Baden-Württemberg wurden fünf ausgewählt, um mithilfe des Projekts Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihrem Schulalltag zu verankern.

Projekt Vorhaben Starke Netzwerkpartner

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, durch die Fortentwicklung zentraler Themenfelder in der Beratung und Unterstützung der Netzwerkpartner das Netzwerkpartnersystem zu sichern, zu stärken und weiter zukunftsfest zu halten. Dafür entwickelte die Stiftung im Jahr 2020 eine Wirkungslogik (Programmtheorie) für die Netzwerkarbeit und gründete darauf aufbauend vier Arbeitsgruppen. Die AG „Qualifizierung“ erarbeitete ein Kompetenzprofil für Netzwerkoordinatorinnen bzw. -koordinatoren und begann ein bereichsinternes Wissensmanagement einschließlich der Beschreibung von Arbeitsprozessen. Im Ergebnis entstand ein analyse- und datenbasierter Beratungsprozess, der nunmehr erprobt wird.
Die AG „Entscheiderkommunikation“ erstellte ein Kompendium für zielgerichtete und wirkungsorientierte Entscheideransprache. Durch die AG „Regionale Vernetzung“ wurde eine systematische Datenerhebung zum Stand der Vernetzung von Netzwerkpartnern durchgeführt und mit externer Unterstützung durch ein Umfrageinstitut analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Netzwerkpartner in ihren Regionen sehr aktiv vernetzt sind und als Gesicht der Bildungsinitiative vor Ort wirken. Damit kann die Stiftung auf eine gute Basis mit viel Potenzial aufbauen und diese regionalen Netzwerke weiter wirkungsorientiert stärken. Im Themenfeld „Aufstellung des Bereichs“ wurden die Entwicklung und der Ausbau von Prozessorientierung im Bereich „Netzwerke“ weiter vorangetrieben.
Das Projekt wird durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

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